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10 Fragen an Eva Walkner

Eva Walkner ist die Freeride-Queen im SalzburgerLand. Mit zwei WM-Titeln zählt sie zu den Topfahrern weltweit und ist in der Szene wohl bekannt.

Warum bist du vom Stangenwald in den Tiefschnee gewechselt?

Ich bin verletzungsbedingt vom Weltcup ausgestiegen und wollte danach ein Zeit lang überhaupt nicht mehr Ski fahren. Ich bin dann nach Wien gezogen und mit den Freeride-Skiern das erste Mal in Obertauern in Berührung gekommen. Das war für mich ein ganz anderes Gefühl im Schnee und hat mir viel Spaß gemacht. Es war für mich damals eine neue Herausforderung und bin bis heute beim Freeriden geblieben.

Wie sieht deine Saisonvorbereitung aus? Trainierst du anders als früher im Weltcup?

Das Training ist ähnlich. Ich trainiere im Olympiazentrum in Rif. Mein Trainer ist der Oliver Andorfer, der kommt vom Skisport und war früher selbst professioneller Freerider. Er weiß was wichtig ist für das Freeriden. Ich trainiere im Sommer zwischen vier und sechs Stunden täglich – viel Krafttraining und auch Dinge wie Trampolinspringen. Ich bin auch viel in den Bergen zum Klettern oder Wandern. Mein Fahrstil braucht viel Kraft und ein gut trainierter Körper ist auch eine sehr gut Verletzungsprophylaxe.

Was bedeutet für dich Freeriden?

In Zeiten der überfüllten Pisten bedeutet für mich Freeriden Freiheit und Ruhe in der Natur. Nach einem kurzen Anstieg vom Lift aus bist du schon allein in den Bergen. Das Skifahren macht mir im Gelände viel mehr Spaß. Das Bergerlebnis ist auch viel intensiver als auf der Piste.

Dein schönster Moment am Berg?

Da gab es bisher viele schöne Momente. Wenn ich am Gipfel stehe und kurz vor dem Start den Moment genießen kann, bedeutet mir das sehr viel. Der Berg ist für mich ein Kraftplatz, hier hole ich mir die Energie für die Wettkämpfe.

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Was sind deine Lieblingsplätze im SalzburgerLand?

Ich bin gerne in Leogang. Meine Basis ist dort der Leoganger Hof. Dort kann ich gut trainieren und relaxen. Durch den Zusammenschluss mit Fieberbrunn habe ich das größte Skigebiet in der Region vor meiner Hoteltür. Einfach perfekt. Ich bin aber generell dort am liebsten, wo der Schnee gut ist. Wir haben hier im SalzburgerLand viele geheime Plätze, wo man nach Tagen noch unverspurte Hänge findet.

Was ist Heimat für dich?

Ich bin schon viel gereist, war im Iran, in Südamerika, im Kaschmir. Wenn man sieht, wie die Menschen dort zum Teil leben, dann schätzt man die Heimat umso mehr. Die Freiheit die wir hier haben, ist nicht selbstverständlich. Oder einfach gesagt: Wenn ich aufstehe und der Göll vor meiner Nase noch im Morgenrot leuchtet dann fühle ich mich zu Hause.

Welcher war dein schönster WM-Titel? Der Erste oder Zweite?

Auf jeden Fall der Erste. Ich feierte in dieser Saison mein Comeback nach einer zweijährigen Verletzungspause. Dann gleich der WM-Titel, das war sehr emotional für mich. Ich hatte damit eigentlich nicht gerechnet.

Was möchtest du jungen Freeridern auf ihrem Weg mitgeben?

Auf alle Fälle Lawinen-Kurse besuchen und sich mit der alpinen Thematik auseinandersetzen. Es gibt kostenlose Fortbildungen, bevor man die Ausbildung nicht hat sollte man nicht ins alpine Gelände gehen. Man kann sich auch viel von erfahrenen Fahrern abschauen. Ansonsten so oft es geht Skifahren, auch bei schlechten Bedingungen. Und natürlich viel Spaß haben am Berg.

Was sind deine Ziele für die kommenden Jahre?

Ich möchte bei der Freeride World Tour wieder vorne dabei sein und ein Filmprojekt über zwei Jahre starten. Für die weitere Zukunft habe ich noch keinen Plan. Das wichtigste für mich ist Spaß haben und die Zeit genießen.

Was machst du später in deiner Skipension?

Skifahren, vielleicht nicht mehr so professionell, aber ich möchte weiter auf den Brettern stehen. Ansonsten habe ich keinen konkreten Plan, nur ein paar Ideen, die sich vielleicht umsetzen lassen.

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