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Aschermittwoch hat Fisch am Tisch

Schluss mit lustig und feuchtfröhlichen Faschingsfeiern. Nach dem katholischen Ritus beginnt die 40-tägige Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch in der Fastenzeit soll helfen, sich auf das geistige Leben zu besinnen.
Am Aschermittwoch wird gefastet oder Fisch gegessen, auf Fleisch soll verzichtet werden. So hat sich der traditionelle Heringschmaus als Brauch manifestiert. Nicht in allen ländlichen Gebieten war Fisch als Aschermittwochessen bekannt. Vor allem bei Bauern wurde Einbrennsuppe, Semmelknödel oder  Polenta als typische Fastenspeise am Aschermittwoch zubereitet. Außerkirchlich wird der Aschermittwoch als Ausklang des Faschings betont. Mit dem Heringsschmaus, dessen gastronomische Verfeinerung kaum mehr an seinen ursprünglichen Sinngehalt (Fisch als Fastenspeise) erinnert, wird der Fasching symbolisch zu Grabe getragen oder ertränkt.
Früher galt der Heringsschmaus als „Arme-Leute-Essen“. Der saure Fisch war einerseits sehr preiswert und entschlackte andererseits den Körper nach dem Alkoholgenuß der Faschingszeit. Zu Bier und Schnaps darf am Aschermittwoch noch einmal gegriffen werden, denn nach altem Aberglauben sorgt Bier für gutes Gedeihen der Gerste, Schnaps vertreibt angeblich die Fliegen.

Heringsschmaus nicht nur mit Hering
Wurde früher ausschließlich Hering für die Zubereitung verwendet, werden heute auch Varianten mit anderen Meeresfrüchten wie z. B. Krabben oder Lachs angeboten. Hering wird auch zu Marinaden (Roll-Mops, Bismarckhering, Brathering, Bratrollmops) verarbeitet. Beliebt sind auch Heringsfilets in Tomaten- und anderen Saucen. Leicht gesalzene Heringe, die im Ganzen geräuchert werden bezeichnet man als Bückling. Als Matjes bezeichnet man den „jungfräulichen“ Hering, der noch nicht gelaicht hat. Er wird von Mai bis Juli gefangen und ist sehr fettreich.

Traditionelle Heringsschmäuse bieten: Das Sheraton Salzburg, Seehotel Winkler oder der Pitterkeller. Wer für zuhause einkaufen möchte, kommt bei Walter Grüll in Grödig auf den Geschmack. Er züchtet seine Störe selbst und ist für seinen Kaviar weit über Salzburgs Grenzen bekannt.

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