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Die Panzerhalle: Neuer Bummel-Genuss

Fährt man an den Rand des an sich durchaus hübschen Stadtteiles Maxglan, landet man in einem Gewerbegebiet. Attraktive Cafés, nette Unterhaltungsmöglichkeiten und Treffpunkte? Fehlanzeige. Doch da, wo vor Jahren noch Panzer und Militär-Fahrzeuge gehortet wurden, weht nach der Auflösung der Struber-Kaserne ein neuer Wind. Ein Treffpunkt und Wohlfühlort für die Salzburger wie für Besucher gleichermaßen – das ist der Plan.

„Die Panzerhalle ist 18.000 Quadratmeter groß, das entspricht einer Fläche von 130 Einfamilienhäusern“, berichtet mir Angi Huber beim Marsch durch die Hallen. Sie kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Gebäude-Ensembles, das bereits im Frühjahr 2015 fertig sein soll. 50 bis 60 Lofts in einer Größe ab rund 250 Quadratmetern werden hier Platz haben. Etwa die Hälfte davon ist schon jetzt vermietet.

Ein riesiger Marktplatz
Abreißen, was Neues hinbauen, das war natürlich eine Idee. „Das wäre Jammerschade gewesen. Der wunderschöne alte Backstein, die historischen Mauern und riesigen Tore – das hat Riesenpotenzial.“ Potenzial das Marco Sillaber und sein Geschäftspartner Johann Kainz erkannten. Sie kauften die gigantische Halle. Selbiges hatte Sillaber schon vor Jahren mit einem anderen „historischen Gemäuer“, dem Salzburger Gusswerk getan. Er weiß also, worauf er sich einlässt.

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Das Konzept der Panzerhalle: Lofts mit bis zu 16 Meter hohen Decken entstehen zu lassen, die in ihrer Weitläufigkeit ebenso befreiend wie inspirierend wirken. Das (auch) als Kulisse für ein überdachtes Genussreich: Eine Markthalle auf 800 ist geplant, die mehr bieten wird als eine reine Ansammlung an Ständen. „ Man soll sich richtig wohlfühlen, dem Bäcker beim Backen und dem Koch beim Kochen zuschauen können, verschiedene Gerüche einatmen, den Flair genießen. Da geht es nicht nur ums schnöde Einkaufen“, erzählt Angi Huber, die von der Architektur schwärmt.

„Die Markthalle ist ganz weit weg von ganz normal. Hier findet man keine lapidaren Holzverschläge, stattdessen schmucke, hochwertige Läden, die nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch viel hergeben.“ Auch ein Restaurant samt Weinbar wird im vis-a-vis zur Markthalle entstehen. „Wir möchten Abwechslung in die gute Stube bringen und das Restaurant von einem Kollektiv an Köchen bespielen lassen.“

Neues Zuhause für Künstler und Kreative
Die Markhalle ist nicht das einzige Projekt, das in den großen Lofts unterkommen wird. So soll ein Großteil des Gebäudekolosses an Unternehmen und Künstler vermietet werden. „Hier eine Galerie, dort ein Sportgeschäft, und viele kreative Menschen, die hier ihre Agenturen haben– das stelle ich mir toll vor.“ Zwei Stockwerke misst die Panzerhalle selbst – im angrenzenden „Turm“ sind es sogar sechs. Wohnen kann in den Lofts allerdings nur, wer auch dort arbeitet – ein sogenanntes „betriebsbedingtes Wohnen“. Grund dafür sind die Auflagen des Gewerbegebietes.

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Und wenn man einen Arzt braucht…
Auf für ein Gesundheits- und Therapiezentrum wird Platz geschaffen. „Praxis-Sharing ist nicht zwingend erforderlich, aufgrund der möglichen Größe und Ausrichtung der Einheiten aber eine durchaus attraktive Variante“, befindet Projektentwickler Marco Sillaber. Unausgebaut, belagsfertig oder eingerichtet: Die Mieter haben hier die Wahl.

Noch sind die Bauarbeiten heftig im Gange. Zwei Firmen haben sich bereits eingerichtet: Das schwedische Unternehmen poc stellt Helme, Brillen, Protektoren und Bekleidung her und rüstet damit Athleten für ihre Abenteuer aus. Darunter auch prominente Kunden wie Martin Söderstrom, Danny MacAskill oder Julia Mancuso. Die Sportalpen GmbH – eine Marketing-Agentur, die Sport und Tourismus verbindet – hat ebenfalls ihre Schreibtische aufgestellt und die Regale montiert. „Wir waren schon länger auf der Suche nach einem neuen Standort. Vom Konzept der Panzerhalle war ich auf Anhieb begeistert. Es wird ein lebendiges Areal werden!“, gibt Sportalpen-Chefin Cornelia Schierl zu Protokoll. 

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Einziehen wird auch der Neurologe Christian Porsche (ja, er entstammt der Dynastie des Autoherstellers). Freuen können wir uns außerdem auf eine Dependance des schon im Salzburger Nonntal sehr beliebten Lokals „Green Garden“. In der Markthalle werden Julia und Christian Platzer ausschließlich Veganes unter das Volk bringen. Getrüffelte feine Nudeln auf Beef Carpaccio mit Bergparmesan oder Sepia Pasta mit Flusskrebsen, geröstetem Gemüse und Kräutern: Gerhard Schachner wird in der Markthalle seine (handgemachten) Pasta-Spezialitäten servieren. „Ich will meine Gäste nicht nur satt, sondern glücklich machen.“ 

So tummeln sich also Gesundheit, Genuss und Kreativität allesamt an einem Platz in Salzburg. Wenn das mal keinen Besuch wert ist. 

Website: http://www.panzerhalle.at

Fotocredits: smartvoll Architekten;

Es handelt sich allerdings noch um sogenannte „Renderings“, also quasi eine Vorschau. Die echten Fotos kann man natürlich erst machen, wenn alles fertig ist.

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Kommentare

Kommentare

  1. geschrieben von Karl Schlager

    Ein geniales Projekt !
    Gut , das es Leute wie Herrn Sillaber gibt .
    Einzigartig !!

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