Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Outdoor & Sport » Der „Wilde Gams“ Klettersteig

Der „Wilde Gams“ Klettersteig

Unter eingefleischen Klettersteiglern ist er längst eine Legende. Ein extremer Steig, der bezwungen werden muss. Aber gleich regen sich Zweifel: Sind die E/F-Stellen nicht zu schwierig? Reicht die Ausdauer für die konstant senkrechten 25 Höhenmeter? Ein Blick auf die Topo zeigt: Der „Wilde Gams“-Klettersteig trägt seinen Namen zurecht und reiht sich in die schwierigsten Ferrata der Alpen. Dieser Klettersteig erinnert mit seinen knackigen Stellen schon an die City-Wall hoch über der Linzergasse in der Salzburger Altstadt, nur dass er ein deutliches Mehr an Kondition verlangt. Aber mal von Beginn an. Die Zufahrt zum Steig ist ebenso leicht die der „Anstieg“. Bereits von der Bundesstraße im „kleinen deutschen Eck“ aus sieht man die weißen Markierungen auf der senkrechten Felswand. Geparkt wird am besten nahe der Seisenbergklamm. Von dort führt der Weg rechts in einen Wald und dann Richtung Klettergarten Weißbach. Nach 15 Minuten ist man an der Wand und der Einstieg kann beginnen. Für das sichere Klettersteigvergnügen braucht man auf jeden Fall

  • Einen gut sitzenden Klettergut (C-Kontrolle nicht vergessen!)
  • Ein überprüftes Klettersteigset
  • Einen Helm, der vor Steinschlägen schützt
  • Eventuell eine Bandschlinge, um an kräfteraubenden Stellen kurz rasten zu können.

Insgesamt sind wir ca. 50 Minuten im Steig unterwegs. Anfangs noch konstant in Schwierigkeitsstufe D, geht`s etwa ab der Hälfte härter zu. Besonders knackig kommt die Schlüsselstelle im Überhang (E/E) und die lange Verschneidung im Grad E/F daher. Auf einer Zeichnung im Gipfelbuch steht zu lesen: „Physisch wie psychisch extrem anspruchsvolle Bigwall-Klettersteige mit härtesten AID-Passagen und Groundfall-Potenzial“. Na hilfe. Aber gut, es ist geschafft. Noch mehr als bei anderen Klettersteigen ist hier absolute Konzentration gefragt, die Muskelkraft und die Ausdauer sollten ohnehin gut trainiert sein. Und für den Notfall gibt`s seit dem Jahr 2012 gnädigerweise auch einen Notausstieg. 

 

Die kleine Schwester: „Zahme Gams“

Für alle Klettersteigler, die sich keine Sehnsucht nach Extremsituationen verspüren, lohnt sich der neben der Wilden Gams angelegte Zahme Gams Klettersteig. Er ist ein kurzer Anfangsklettersteig, der mit Seilstiften und Bügeln wunderbar zu besteigen und somit auch für kleine Kletterfreunde geeignet ist. Meist verläuft er in den Schwierigkeitsstufen A und B, in der Mitte des Steiges kommt dann eine kurze B/C-Stelle und schon geht`s weiter hinauf. Der Steig ist in einer guten Stunde zu durchsteigen und bietet einen ebenso lohnenden Ausblick wie die große Schwester. Auch wenn diese Gams-Variante nicht so herausfordernd ist wie die „Wilde Gams“, die komplette Klettersteigausrüstung ist natürlich auch bei diesem Steig unbedingt dabei. 

Nach erfolgreichem Klettersteigln bietet sich eine gemütliche Wanderung durch die Seisenbergklamm an. Oder ein Besuch im malerischen Lofer

 

Voriger Beitrag

Trike-Fliegen in Zell am See … »

Nächster Beitrag

stars und sternchen … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

mit Facebook kommentieren

Kommentare

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen