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Ein Tag mit einem Skilehrer

Sonnenschein, angenehme Temperaturen und kompetente Skilehrer: Das sind die Zutaten für einen feinen Skitag im Skigebiet Rußbach Dachstein West.

Eva und Norbert Höll von der Ski- und Snowboardschule Rußbach erwarten uns schon. Meine Kollegin hat Skifahren und Carven schon ganz gut im Griff, möchte aber einen technischen Feinschliff und Tipps für noch sportlicheres Carven, sicheres fahren im Gelände und in der Buckelpiste. Ich bin schon lange nicht mehr auf Skiern gestanden und war aufgeregt. Eva beruhigte mich: „Wir fahren mit der Gondel zur Bergstation und fangen im flachen Gelände an.“ Zuvor geht es aber noch in den Checkpoint Rußbach Skiverleih und ich borge mir Skischuhe bestens präparierte Skier und Stöcke aus. Ich bin sehr begeistert, das Equipment ist wie für mich gemacht und die Eigentümer sind kompetent und zuvorkommend: komfortable Skischuhe für Einsteiger und leichte Allround-Skier für den Anfang. Daniela bekommt einen Renn-Carver von Atomic und einen Weltcup -Ski von Fischer zum Testen. Für diese Modelle, die schon für die nächste Saison sind, braucht man eigentlich einen Waffenschein, denke ich mir und bin sehr glücklich, dass es auch leichte Skier und Schuhe für Anfänger, bzw. für mich als Wiedereinsteiger gibt.

Die ersten Schwünge seit vielen Jahren mit meiner Skilehrerin
Dann steigen wir auch schon in die bequeme 8er Gondel und hinauf geht es auf den Hornspitz. Die Bergstation ist schnell erreicht. Eva erklärt geduldig den Schneepflug, das Bremsen und das Kurven fahren. Der Hang ist flach und so gelingen die ersten Schwünge. Eva lacht und lobt: „Gar nicht schlecht für den Anfang.“ Voller Zuversicht geht’s zum nächsten, etwas steileren Hang. Da wird die Fahrt schon rasanter. Eva erklärt wie die Schwünge richtig gemacht werden und in jeder Situation gelingen können. Neben den zahlreichen Tipps zeigt sie mir Pisten wie die „Wilde Hilde“ und das „Kanonenrohr“. Zwei Stunden sind schnell vorbei. Mittagspause machen wir auf der Sonnenterrasse der Rottenhofhütte in Annaberg.

Verbesserung der Technik und tiefe Einblicke in das Skigebiet durch professionelle Skilehrer
Während wir es uns schon an einem Sonnenplatzerl auf der Hütte gemütlich gemacht haben, beobachten wir Daniela und ihren Skilehrer Norbert Höll wie sie über die Buckelpiste auf die Hütte zusteuern. Norbert „verschluckt“ die Buckeln förmlich, während Daniela versucht, Gelerntes schon um zu setzen. „Gar nicht so leicht, diese Buckeln zu zähmen, erzählt sie uns etwas außer Atem auf der Hütte angekommen. „Bei Norbert sieht das so einfach aus, aber ich habe heute schon sehr viel an meiner Technik verbessern können. Gleich nach ein paar Schwüngen die er von mir gesehen hat, hat er mir wertvolle Tipps gegeben und mich technisch sehr viel weiter gebracht“.

Seine Tipps für alle die echte Carving-Profis werden möchten, verrät uns Daniela hier

  • Breite Skiführung den ganzen Schwung über beibehalten: Als Fahrer der alten Schule waren wir gewohnt, die Ski möglichst weit zusammen zu führen. Beim Carven ist es wichtig – um die Kanten optimal nutzen zu können – die Skier breit und auf den Kanten zu fahren.
  • Einen Spannungsbogen aufbauen: Bei der Schwungeinleitung, die Hüfte hangaufwärts drehen und den Oberkörper gegengleich hangabwärts, dabei immer leicht nach vorne gebeugt. Eigentlich wie eine Verneigung ins Tal. „Ins Tal einiköpfeln“, hat mir Hans Knauss schon vor Jahren versucht beizubringen, mit dem ich schon mal einen Skitest gemeinsam machen dürfte. Am besten kann man dies üben in dem man beide Stöcke vor den Körper hält und einmal ein paar Schwünge dazu übt. Sie kennen das sicher noch aus Ihren Kinder-Ski-Kursen.
  •  Ja, und dann eigentlich nur mehr die Kanten richtig schön in die Piste drücken. Das wichtigste dabei ist g’scheit in die Knie gehen und die Kraft der ganzen Fuhsohle auf den Ski zu übertragen.
  • Die Carving-Skier fahren dann von ganz alleine einen wunderbaren Carving-Bogen und man hat fast das Gefühl zu fliegen, wenn man sich richtig reinlegt. Die Geschwindigkeit kontrolliert man in dem der Schwung kontrolliert hangaufwärts ausgefahren wird.
  • Danach kurz „aufstehen“ – dies als Entspannungspause nutzen, wieder voll in die Knie den Ski durch Druck auf die Kante wieder umlegen, Spannungsbogen des Körpers erneut aufbauen und ab geht es in den nächsten genussvollen Carving-Schwung.
  • Durch dieses „Aufstehen“ nimmt den Druck und so werden die Schwünge ganz locker und trotz sportlicher Schwerstarbeit sieht das Ganze dann ganz locker und elegant aus.

Neben diesen und vielen anderen wertvollen Tipps, lerne ich auch das Skigebiet Dachstein West Russbach/Annaberg/Gosau  von seiner schönsten Seite kennen und Norbert zeigt mir die besten Hänge und Parcours dieser weitläufigen Skiarena. Die Gaudipisten mit dem Freestyle Park die Marcel Hirscher-Slalomstrecke mit Zeitnehmung, Geschwindigkeitsmess-Strecken zum Speedmachen, Snowcrossanlagen mit Startmaschine, herausfordernde Buckelpisten, softe Wellenbahnen und vieles mehr. Es ist hier wirklich für jeden die passende Piste dabei und der Tag gestaltet sich äußerst abwechslungsreich. Ich bin begeistert und werde mir bald wieder ein paar Trainerstunden bei Norbert Höll nehmen.

Als wäre dies nicht anstrengend genug gewesen, bleibt mir tatsächlich noch Zeit im Checkpoint Rußbach noch durch weitere Skier zu testen. Das hat mich überzeugt und zum Ende des Tages gehe ich sogar mit neuen Skiern nach Hause, die ich von den Eigentümern Stephan und Hans zu einem sensationelle Preis erstanden habe. Fazit: Ich bin begeistert und kann es kaum erwarten bis das nächste Wochenende kommt um erlerntes zu üben, üben, üben.

Salzburgs Skischulen haben die Kompetenz im Wintersport
Insgesamt gibt es im SalzburgerLand 121 Ski- und Snowboardschulen. In saisonalen Spitzenzeiten sind an die 6000 Ski- und Snowboardlehrer um das Wohl der Wintergäste bemüht. „Generell kann man sagen, dass bis zu 60 Prozent der Nachfrage aus dem Kinderbereich kommt. Die Erwachsenkurse erfreuen sich guter Nachfrage, wenn spezielle Themen wie etwa das Einsteigen (Learn2Ski), das Wiedereinsteigen (Comeback) und Freeride, angesprochen werden“, sagt Petra Hutter-Tillian, Geschäftsführerin Salzburger Berufsski- und Snowboardlehrer-Verband (www.sbssv.at). Was stetig steigt ist die Nachfrage nach Privatunterricht/Coaching, so wie Dani und ich es in Rußbach erlebt haben.

Salzburgs Skilehrer betreuen im Jahr durchschnittlich 100.000 Gäste. Sie haben ihn ihrer Aus- und Weiterbildung neben der fachlich-sportlichen Qualifikation ihren Schwerpunkt auf die professionelle Betreuung der Gäste gelegt: Freude, Spaß, positive Motivation, der sozial kompetente und der richtige sprachliche Umgang sowie der zentrale Aspekt der Sicherheit werden in den Mittelpunkt gerückt. Auch fließen natur- und umweltrelevante Themen in die Ausbildung der Salzburger Skilehrer mit ein und unterstützen die Sensibilisierung der Wintergäste für die Schönheit der Salzburger Skiregionen.

 Die wichtigsten Daten & Fakten der Salzburger Skischulen

  • Die Salzburger Skischulen können besonders auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Wintergäste eingehen, diese begeistern und zum Wiederkommen motivieren.
  • Die 120 Skischulen betreiben mehr als 365 eigene Aufstiegshilfen in Form von 190 Zauberteppichen, 75 Seilliften und mehr als 30 Tellerliften. Dazu kommen noch 70 Karusselle. Ein Effekt daraus ist, dass die Touristen das Skifahren schneller erlernen und so früher die Dienste der Salzburger Seilbahnbetriebe in voller Form in Anspruch nehmen können.
  • 9 von 10 Schischulen haben mindestens ein eigenes Kinderland. Jede zweite Salzburger Skischule verfügt über einen eigenen Kinder-Indoorbereich.

Die Salzburger Skischulen setzen auf gut ausgebildete Mitarbeiter.

Über den SBSSV nehmen jedes Jahr mehr als 2.000 Ski- und SnowboardlehrerInnen an den Aus- und Weiter- und Fortbildungsangeboten des SBSSV teil.

Rund 1.000 Teilnehmer absolvieren jedes Jahr die 10-tägige „Grundausbildung“, nämlich den Ski- und/oder Snowboardlehrer Anwärter.

  • Mehr als 400 nehmen an den mehrwöchigen Intensivausbildungen Landesskilehrer Teil 1 und 2, Snowboardlehrer sowie Alpinkurs teil.
  • Mehr als 800 Teilnehmer absolvieren jedes Jahr die marktorientierten und interessensspezifischen Fortbildungsangebote wie FreeRide und FreesSyle, Rennlauf oder Unterricht für Kinder und Jugendliche.
  • Das Ausbildungskonzept des SBSSV sieht vor, dass Ski- und Snowboardlehrer spätestens alle drei Jahre Weiter- und Fortbildungskurse absolvieren.
  • Der SBSSV bietet mit einem Ausbildungsteam von 60 Experten jedes Jahr somit insgesamt 60 Kurse für seine Mitglieder.
  • In allen Salzburger Skischulen finden während der Wintersaison wöchentliche Technik- und Unterrichtstrainings auf Schnee statt.

Weitere Infos – www.sbssv.at, Skischulwebsite inklusive Blog: www.russbach.com. Auf unserer Seite gibt es auch Infos zum Skiverleih „Checkpoint“.

Videocredit: Matthäus Weissenbacher, www.24mm.at

Skiregion Dachstein West
Gosau +43 (0) 50 140
Russbach +43 (0) 6242 / 440
Annaberg +43 (0) 6463 / 8227
www.dachstein.at

snow sports russbach
Ski & Snowboardschule
Skischulleiter: Norbert Höll
Schattau 25, A-5442 Russbach
+43 676 848822 881

Checkpoint Rußbach
Schattau 90
A 5442 Rußbach
+43 6242 281

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  1. geschrieben von Easystand – die innovative Skischuheinlage » Land der Erfinder – Das Blogzine über Erfindungen, Ideen und Innovationen aus Österreich

    […] wertet Head gerade Tests von Profi-Skifahrern mit “Easystand” aus. Der Salzburger Skilehrer-Ausbildner Gerhard Angerer kann die positiven Auswirkungen bereits bestätigen: “Kommt der […]

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