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Eine (kalte) Nacht am Berg

Zu viert liegen wir nur hier, um uns herum ist es weiß und kalt. Die Wände ziehen sich nach oben und verlaufen in einer breiten Kuppe zusammen. Wo wir hier sind? In einem Iglu und das nicht vor der Haustüre sondern in den Bergen mitten im SalzburgerLand.

Es gibt sicher gemütlichere Orte um die Nacht zu verbringen, dafür ist der Abenteuerfaktor zu 100% gegeben. Wir sind bereits am Vormittag gestartet. Von Großarl ging es zunächst bis zur Halmoosalm und dann weiter in das Karteistörl auf über 2000 Meter. Unsere Rucksäcke sind schwer beladen, schließlich brauchen wir Proviant und Kleidung für zwei Tage. Vom Karteistörl fuhren wir zur Tappenkaarseehütte und haben hier unser Iglu gebaut. Die Hütte stand zwar einladend vor uns, sie war aber erstens versperrt und zweitens war ja sowieso der Plan im Iglu zu übernachten. Wenn dann richtig! So nahmen wir unsere Lawinenschaufel in die Hand und begannen in einer Schneewechte das Loch zu graben.

Wir hatten Glück, der Schnee war ideal für unser Iglu. Bei lockerem Tiefschnee kann der Bau zur einer stundenlangen Beschäftigung werden. Wir schließen das Loch mit den letzten Schneeziegeln und schon ist unser neues Heim fertig. Der Abend war schneller als gedacht vorüber und nach einer kalten Jause und ein, zwei Dosen Bier geht es jetzt in das Bett, oder besser gesagt in den Schlafsack. Im Iglu hat es ein wenig über Null Grad. Am nächsten Morgen wachen wir noch vor Sonnenaufgang auf und können die ersten Stunden des Tages voll genießen. Hier oben herrscht eine Ruhe, die man nicht an vielen Orten findet. Langsam zeigt sich der orange Feuerball am Horizont, der Tag beginnt und für uns startet die nächste Skitour. Es geht hinauf zur Glingspitze auf über 2400 Meter. Die 600 Höhenmeter sind zwar ein Klacks, nach der kalten Nacht im Iglu müssen unsere müden Muskeln aber erst wieder fit werden. Vom Gipfel aus haben wir eine perfekte Rundumsicht auf die umliegenden Berge, bis weit in die Hohen Tauern reicht die Fernsicht an dem sonnigen Tag. Schließlich wird es Zeit zurück zum Auto zu fahren. Ein Wochenende in den Bergen geht zu Ende, bis zum nächsten Mal im abenteuerlichen Iglu irgendwo im Schnee.

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