Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Sehenswürdig » Glasenbachklamm: Wandern am Fuße des Gaisbergs

Glasenbachklamm: Wandern am Fuße des Gaisbergs

Ein Naherholungsgebiet am Stadtrand von Salzburg, das zum Wandern und Baden einlädt, auch im Hochsommer mit angenehm kühlen Temperaturen lockt und für alle frei zugänglich ist: die Glasenbachklamm ist zwar kein richtiger Geheimtipp mehr, dafür aber ein erstklassiges und stadtnahes Ausflugsziel, das auch viele Einheimische schätzen. Und sie bietet alles, was für eine Wanderung wichtig ist, auch im kulinarischen Sinn: Die reizvollen Einkehrmöglichkeiten rund um die Glasenbachklamm runden den Ausflug optimal ab. Also Schuhe geschnürt und los geht´s!

Nur einen Katzensprung von der Stadtgrenze entfernt, in der Flachgauer Gemeinde Elsbethen am südlichen Stadtrand von Salzburg, liegt die Glasenbachklamm. Bei diesem schönen Ausflug wandert man entlang eines romantischen Wildbachs, dem Klausenbach, vorbei an kleinen Wasserfällen und beeindruckenden Felsformationen. Der Weg schlängelt sich in sanften Kurven gemächlich bergauf. Richtig steil wird es in den drei Kilometern nicht, daher ist die Glasenbachklamm auch für einen Ausflug mit der ganzen Familie wunderbar geeignet. Tatsächlich kommen uns bei unserer Wanderung alle nur denkbaren Familienformationen entgegen: Familien mit Hund(en), Familien mit Kleinkindern, Familien mit Kinderwägen oder auch ältere Pärchen, die gemütlich an uns vorbeischlendern. Auch Radfahrer schätzen die Klamm als beliebtes Ausflugsziel. Eines sollte man aber nicht vergessen: festes Schuhwerk. Der Weg entlang des Klausbachs ist geschottert, Rutschgefahr besteht also immer.

Glasenbachklamm_2

Der Fischsaurier in der Glasenbachklamm
Sehr interessant, auch für die Kinder, sind die elf geologischen Schautafeln entlang der Klamm, die die Geschichte der Klamm erzählen, auf wichtige Gesteinsformationen und Pflanzen hinweisen und über das Fossilienvorkommen in dieser Gegend berichten. Und besonders die können sich durchaus sehen lassen: Der bedeutendste Fund in der Glasenbachklamm ist ein Ichthyosaurus, ein Fischsaurier, der vor rund 200 Millionen lebte. Zähne, Wirbelkörper und Rippen dieses Uhrzeittieres können heute im Haus der Natur in Salzburg bestaunt werden. Auch viele weitere Versteinerungen wie Ammoniten wurden zutage gefördert – noch heute werden nach der Winterschneeschmelze oder nach Hangrutschen Fossilien gefunden. Doch auch die lebende Tier- und Pflanzenwelt in der Glasenbachklamm ist bemerkenswert: Die relativ hohe Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig wenig Sonneneinstrahlung macht die Klamm zu einem beliebten Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Aus diesem Grund, wegen der biologischen und geologischen Besonderheit, ist das Gebiet seit Ende der 1980er Jahre offiziell ein „Geschützter Landschaftsteil“.

Glasenbachklamm_7

„Ein lauschiges Platzerl“ auch im Hochsommer
Sehr beliebt ist die Glasenbachklamm bei Salzburgern und Gästen auch als Ausflugsziel im Hochsommer: richtig heiß wird es hier nie. Der dichte Wald entlang des Flusses bietet immer reichlich Schatten, vom Fluss selbst steigt kühle Luft auf. Und sollte es dem einen oder anderen Heißblütler doch zu warm werden: Ein Bad in der frischen Glasenbachklamm ist absolut zu empfehlen. Tatsächlich gibt es mehrere Stellen, die zu einem Sprung ins kühle Nass geradezu einladen.

Glasenbachklamm_3

Kurz vor Ende des geologischen Lehrpfads gabelt sich der Weg. All jene, die sich gerne mit einem kühlen Getränk erfrischen und mit einer Jause stärken möchten, haben nun zwei Möglichkeiten gleich in der Nähe: das Berggasthaus Schwaitlalm und die Buschenschank & Backhendlstation Ramsau.

Hinkommen: der Weg zur Klamm
Von Elsbethen kommend einfach den Wegweisern zur Erentrudisalm folgen. Bevor es rechts zur Erentrudisalm den Berg hinauf geht, biegt man links in die Glasenbachklamm ab. Parkplätze sind vorhanden.

Glasenbachklamm
5061 Elsbethen

Fotocredits: © RoCh

Voriger Beitrag

Felsenbad Faistenau: Badespaß i … »

Nächster Beitrag

Wilde Schönheiten in Wald und W … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

mit Facebook kommentieren

Kommentare

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen