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Harter Schmiede: Das Feuer schüren

Wenn die Sterne sprühen, dann ist das Eisen heiß genug, um damit arbeiten zu können. Das Feuer schüren und das Eisen bearbeiten, das machen Karl Harter Senior und sein Sohn jeden Tag. Die Harter Schmiede in Hallein ist bereits seit acht Generationen in Familienbesitz. 

Der Klang des Ambosses hallt dumpf durch die Werkstatt, das Feuer lodert hell. Eisen und Feuer, das sind die bestimmenden Elemente der täglichen Arbeit von Karl Harter Senior und Karl Harter Junior. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist die Schmiede in Hallein in Familienbesitz, die Schmiedetradition der Familie reicht sogar bis ins Jahr 1770 zurück. Ganz früher, da war die Harter Schmiede keine Kunstschmiede, sondern eine Huf- und Wagenschmiede. Aber mit der Technik, mit den Autos, kam die Veränderung und der Umschwung: Es wurden nicht mehr so viele Hufeisen für die Arbeitstiere gebraucht. Und die Schmiede musste sich umorientieren.

So entstand die Kunstschmiede.

Und seit 120 Jahren arbeiten die Harters in der Werkstatt am Ursulaplatz 1 Hand in Hand, immer der Vater mit dem Sohn. Da ist der Zusammenhalt besonders wichtig. Aber die Tradition, die verbindet eben. Und deshalb funktioniert das auch mit der generationenübergreifenden Zusammenarbeit. Heute führt Karl Harter Junior die Werkstatt, aber Vater Karl Senior hilft immer noch tatkräftig und aktiv mit. Apropos aktiv: Dass die Harters schon seit Generationen in Hallein aktiv sind, das erkennt man, wenn man genau schaut, auch bei einem Spaziergang durch Hallein. An vielen Stellen der Keltenstadt sind Kunstwerke der Harter Schmiede zu entdecken. Im ganzen SalzburgerLand berühmt ist die Harter Schmiede aber vor allem für die Grabkreuze. Jedes der fein gearbeiteten, filigranen Grabkreuze ist ein Unikat, selbstverständlich per Hand gefertigt. Überhaupt wird in der Harter Schmiede bis heute alles mit der Hand gearbeitet – das beginnt schon beim Vorzeichnen des Entwurfs, das nach wie vor Karl Harter Senior übernimmt. Und endet beim Zusammenschmieden der einzelnen Komponenten. Zu einem Ganzen, gemacht für die Ewigkeit. 

© Fotocredits: wildbild/kirchmaier

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