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Heilende Hände

Nach wie vor ist in Österreich der Wellnessurlaub hoch im Kurs. Zunehmend gilt dieser Trend auch für ein jüngeres Zielpublikum: Bereits 75 Prozent der 20- bis 30-Jährigen geben als Urlaubsmotiv „Erholung pur“ an. Daher erstaunt es nicht, dass sich immer mehr Menschen gerne einen behaglichen Wellnessurlaub gönnen.

Der Nacken tut weh, die Schultern sind verspannt und eigentlich schmerzt der ganze Rücken.
Unsere Zeit wird immer schneller und unruhiger, im gleichen Maße steigt die Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung. Oft leiden wir beruflich unter Bewegungsarmut mit einer zumeist einseitigen Körperbelastung – durch stundenlange gleichartige Tätigkeiten -, das ergibt einen Nährboden für allerlei körperliche Beschwerden. Dazu kommen Stress, schlechter Schlaf oder Erschöpfung.
Im SalzburgerLand gibt es viele Wellnesshotels, die behagliche Auszeit für alle Sinne versprechen. Viele dieser Hotels bieten auch Tagespakete für Ortsansässige an. Eines dieser Hotels ist das familiengeführte Hotel Edelweiß in Großarl. „Mir fällt auf, dass zunehmend viele Menschen unter Kopfschmerzen oder verspannter Rückenmuskulatur leiden“, meint die Leiterin des Wellnessbereichs im Hotel Edelweiß, Stephanie Gruber. Die ausgebildete Masseurin, Kosmetikerin und Fußpflegerin, beobachtet aber auch viele Menschen, die sich Wellness-Auszeiten als Vorsorge gönnen: „Ich höre immer wieder, dass sich viele im Beruf überfordert fühlen und unter Stress stehen. Deshalb entscheiden sich zunehmend viele Menschen für bewusste Auszeiten.“ Lächelnd schildert sie ihre Eindrücke: „So manche Gäste blicken zu Beginn ihrer Behandlungen noch grimmig und man bemerkt auch eine körperliche Anspannung. Oft genügt schon etwa eine halbe Stunde Massage und die Menschen wirken viel lockerer.“
Zu den beliebtesten Behandlungen zählen etwa kräftigende Massagen, die alle Sinne beleben: „Die klassische Massage kann bei Muskelverspannungen helfen.“ Der Masseur verschiebt die einzelnen Faserbündel gegeneinander. Das lockert die Verspannungen im Gewebe und erhöht die Beweglichkeit. Die Massage fördert die Durchblutung, wirkt entspannend auf die gesamte Tiefenmuskulatur, vitalisierend und regt den Stoffwechsel an. Die Wirkung von Massagen ist wissenschaftlich nachgewiesen. Massage ist nicht nur in akuten Fällen von Beschwerden sinnvoll, sondern auch eine ideale vorbeugende Therapie.

Massagetechniken aus aller Welt
Lomi Lomi stammt beispielsweise aus Hawaii und bedeutet in etwa so viel wie: „drücken, kneten, reiben“.
„ Das ist eine sehr intensive Massage, die vorwiegend mit wellenförmigen, sanften Massagebewegungen ausführt wird. Dazu kommt rhythmische, hawaiianischer Musik, welche den Körper von Stress, Angst und Verspannungen befreien soll“, erzählt die Expertin.
Die Hot Stone Massage ist auf eine Tradition zurückzuführen, die unter den indigenen Völkern Nordamerikas verbreitet war. Die Masseurin erhitzt glatte schwarze Lavasteine auf 50 Grad und legt diese auf besondere Energiepunkte des Körpers. Die Hitze soll Verhärtungen lösen. Anschließend werden die Verspannungen durch Drücken und Kneten gelockert – teilweise werden dazu die Steine genutzt. „Der Stoffwechsel wird stimuliert, die Entgiftung und Entschlackung des Körpers wird angeregt. Eine Wohlfühlmassage der besonderen Art.“

La Stone Technik

Manche Massagen wirken direkt an der betroffenen Stelle, andere indirekt durch Reflexe. Viele Massagetechniken aus dem asiatischen Raum berücksichtigen die reflektorische Wirkung. Die Massagen werden hier oft als Teil eines ganzheitlichen Systems betrachtet, das auch andere Aspekte wie Ernährung und Entgiftung beinhaltet. 
Tuina ist etwa eine medizinische Massage der Traditionellen Chinesischen Medizin. Im bevölkerungsreichsten Land der Erde hat diese Technik einen hohen Stellenwert. Die Massage wirkt nicht bloß direkt auf die Muskeln, die Bänder und die Gelenke, sondern auch reflektorisch über die Meridiane auf die inneren Organe.
Das grundlegende Konzept dahinter: Den gesamten Körper durchziehen Energieleitbahnen, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin „Meridiane“ heißen, in Indien „Nadis“. Durch diese fließt die Lebensenergie. Verschiedene Punkte auf der Haut sollen mit bestimmten Organen verbunden sein – so die Theorie. Dies ermöglicht es dem Therapeuten, durch die Massage Körperteile zu behandeln, die im Körperinneren liegen und damit eigentlich unzugänglich sind.
Eine weitere direkte Massageform ist etwa die Lymphdrainage: „Hier streiche ich eingelagertes Gewebewasser über die Lymphbahnen aus dem Körper. Es kommt zu einer ganzheitlichen Entspannung des Körpers.“

Massage dient Verletzungsprävention
Hat die Masseurin oder der Masseur die Quelle oder sogar mehrere Quellen des Übels ertastet, werden mit bestimmten Grifftechniken die Muskeln bearbeitet. Streichen, kneten, dehnen, reiben und klopfen bringen den Körper zum Vibrieren. Alles mit dem Ziel, die Muskeln zu entspannen, die Durchblutung zu steigern, Stauungen zu beseitigen, Verhärtungen aufzulösen oder gar Schmerzen zu lindern oder ganz zu beseitigen. Ob mit oder ohne Bewegung – wir beanspruchen täglich eine Vielzahl von Muskeln, von deren Existenz wir oft erst erfahren, sobald sie uns Probleme bereiten.
Spitzensportler werden beispielsweise regelmäßig während des Trainings und im Wettkampf massiert, obwohl sie sich ausgiebig bewegen. Denn Massage ist die beste Verletzungsprävention, wenn die Muskeln gepflegt und gelockert sind. Vorbeugen ist eben besser als Heilen.

Links
Gesundheit und Wellness im SalzburgerLand

Hotel Edelweiß Grossarl

Fotos Copyright: Hotel Edelweiß 

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