Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Kunst & Kultur » Kaiser Karl im Untersberg und sein langer Bart – Apokalypse am Walserfeld

Kaiser Karl im Untersberg und sein langer Bart – Apokalypse am Walserfeld

Zwischen dem Berchtesgadener Land und SalzburgerLand ragt der Untersberg aus dem Boden. Durch seine mächtige Formation ist er nicht aus dem Erscheinungsbild der Salzburger wegzudenken. Vor allem die Sagen und Mythen um ihn herum bieten Gesprächsstoff in allen Kreisen.

Feen, Zwerge, Edelleute und große Schätze sollen im Inneren des Untersberges versteckt sein. In der wohl berühmtesten Sage spielt einer der größten Herrscher der Menschheit die Hauptrolle – Kaiser Karl der Große.

Obwohl der Kaiser in Aachen begraben liegt, besagt die Sage, dass er im Untersberg auf seine Auferstehung wartet. An einem Marmortisch soll er mit einer Runde von Edelleuten sitzen. Sein langer Bart schlängelt sich um den Marmortisch herum. Alle 100 Jahre, so heißt es, schickt er einen Knappen hinaus, der die Raben, die um den Untersberg fliegen zählt. Zählt er 24 Stück an der Zahl – nicht mehr und nicht weniger – so erhebt sich der Kaiser um die letzte Schlacht der Menschheit am Walserfeld beim Birnbaum zu beginnen. Zählt der Knappe nicht 24 Raben an der Zahl so legt sich der Kaiser wieder zur Ruh und schläft für weitere 100 Jahre.

Des Kaisers Bart muss dreimal um den Marmortisch wachsen um das jüngste Gericht einzuleiten. Zwei Mal soll der Bart des Kaisers schon um den Tisch gewachsen sein. Wenn bei seinem nächsten Erwachen genau 24 Raben um den Untersberg fliegen, so könnte uns schon das Ende aller Tage erwarten.

Wer keine 100 Jahre warten will um das Antlitz des Kaiser Karls zu erblicken, kann sich direkt im am Fuß der Untersberges gelegenen Gasthofes Esterer von der sagenumwogenen Atmosphäre bezaubern lassen. Ein Foto mit Kaiser Karl ist sogar auch drin. Jedoch handelt es sich bei diesem leider nur um eine Steinstatue.

 

Gasthof Esterer
Glanstraße 31
A-5082 Fürstenbrunn/Grödig
Tel: +43 (0) 6246 / 7 33 21

Voriger Beitrag

Neues entdecken ist wie ein geis … »

Nächster Beitrag

Alpengold-Harmonikas … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

mit Facebook kommentieren

Kommentare

Kommentare

  1. geschrieben von Walter Lassauer

    Ich bin aus Zufall im Internet auf euer Magazin „Salzburgerland“ gestoßen. Die alpenländische (A/D) Saga von „Kaiser Karl von Untersberg“ hat mich fasziniert. Sie ist auch Teil eines Kapitels meines historischen Bauernromans „Annas Schwester – das Mädchen vom Inn“ (ISBN 978-3-942063-80-7). Der – nur in einem geografisch – sehr eng begrenzten Gebiet Altbayerns (östlich von München) über beinahe 200 Jahre sein Unwesen treibende „Femebund der Haberfeldtreiber“ ließ seine neu rekrutierten Haberer in der Präambel den Eid auf „Kaiser Karl vom Untersberg“ schwören. Verstöße gegen die Haberergesetze (Verrat etc.) wurden extrem hart bestraft.
    Interessant ist für mich die Tatsache, dass die bereits in der uralten Alpen – Saga geschilderte „große Höhle“ vor nicht allzu langer Zeit weltweit die Schlagzeilen (Riesending-Höhle!) lieferte.
    Hat hier etwa der legendäre Kaiser Karl seine „Hände im spiel gehabt“?

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen