Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Kunst & Kultur » Leben & Urlaub am 800 Jahre alten Bauernhof

Leben & Urlaub am 800 Jahre alten Bauernhof

Herbst ist die Zeit zum Ernten und zum Feiern. Auf dem Wildauhof in St. Martin am Tennengebirge ist der Bauernherbst besonders idyllisch. Der über 800 Jahre alte Erbhof wurde durch die Jahrhunderte liebevolle gepfelgt und kaum verändert. Gewölbe, ein Erdkeller und zwei Rauchkuchln begeistern die Gäste. Anlässlich des Bauernherbstes wurde ein kurzer Film von diesem idyllischen Kleinod gedreht.

Als die Kameraleute vo „SalzburgerLand Tourismus“ filmten, war Familie Quehenberger nicht nervös. Ganz im Gegenteil: „Die Kinder hatten einen morz Spaß“, erzählt Christiane Quehenberger. Ihre drei Sprösslinge Elisabeth (5), Gabriel (6) und Katharina (9) sind im Film oft zu sehen – beim Spielen, beim Musizieren und beim Füttern der Tiere. Christianes Mutter Michaela präsentiert eine große Schüssel voller Krapfen, Vater Rochus fährt mit dem alten Traktor, Ehegespons Gabriel mäht mit der Sense ein steiles Stück Wiese und Christiane drückt flott ihre Zugin. Das ist auch im Alltag der Familie so.

„Die Krapfen bäckt meine Tante Wetti (Barbara) zu besonderen Anlässen. Die ganze Familie stürzt sich immmer auf diese regionale Delikatesse“, erzählt Christiane. Selbstgebackenes Brot, Speck, Schnäpse, eingelegtes Obst und Gemüse stammen vom Hof. Milch und Käse kommen vom nahegelegenen Biobetrieb Spießalm und von den Bauern der Umgebung. „Wir halten zusammen in der Nachbarschaft“, sagt Christiane. Die Bauersfamilie auf dem Berghof züchtet schottische Hochlandrinder und hat Mutterkuh-Haltung.

Bauernhaus mit Geschichte
Das über 800 Jahre alte Bauernhaus Wildau ist fast im Originalzustand erhalten. Eine Blütenpracht ergießt sich vom Balkon, Hirschgeweihe zeugen von einstigen Jägern, ein alter Tisch samt Stühlen laden zum Verweilen und Seele baumeln ein. Hausgäste bekommen einmal in der Woche eine Führung durch das alte Haus. Beim Betreten des ehemaligen Paarhofes fallen zwei Rauchkuchln und zwei Stuben auf. Michaela Quehenberger erklärt: „Bis 1728 haben hier zwei Familien gelebt. Die Reicheren besaßen die größere Rauchkuchl und die größere Stube.“ Nun ist der Bauernhof ein Schaubauernhof. Es gibt während den Führungen vieles zu Bestaunen. Ein alter Kinderwagen steht in der Rauchkuchl, über dem Herd hängen alte Pfannen und Schöpflöffel. In einer Vitrine glänzen alte Tassen und Teller. Im Erdkeller verkosten die Gäste die selbstgemachten Schnäpse oder einen guten Tropfen Wein. Dann gehts hinauf in die Stube. „Hier sitzen wir oft bis in die frühen Morgenstunden, esssen, trinken und plaudern“, erzählt Christiane. Sie holt die Zugin oder die Zither und Vater Rochus erzählt Geschichten von damals. „Das ist immer sehr nett“, schwärmt Christiane.

Generationen arbeiten zusammen
Der nunmehrige Bauernhof mit den Gästezimmern befindet sich gleich neben dem alten Bauernhaus. Die viele Arbeit auf dem Hof, im Gasthaus und in der Pension teilen sich zwei Generationen. Mutter Michaela und Tochter Christiane sind vor allem für die Bewirtung der Gäste, den großen Kräutergarten und das Verkochen und Veredeln von Kräutern, Zwetschgen, Vogelbeeren und Nüssen zuständig. Vater Rochus bewirtschaftet den Bauernhof. Sein Schwiegersohn Gabriel ist berufstätig und hilft ihm. Die Gäste aus Belgien, Deutschland, Holland und Österreich fühlen sich sehr wohl. Die meisten sind seit Jahren Stammgäste. Lena Roth (18) aus Köln verbringt zum Beispiel seit neun Jahren mit ihren Eltern einen Teil des Urlaubes im Lammertal. Tafelspitz und Braten isst sie am liebsten. Die Kaninchen, Katzen und Ponys auf dem Hof haben es ihr angetan. Mit den Kindern der Bauersfamilie spielt sie gerne. „Es macht Spaß hier. Wir wandern, genießen die Ruhe haben viele Freundschaften geschlossen und ich habe meine erste Liebe kennen gelernt“, schwärmt Lena. Auch die Veranstaltungen rund um den Bauernherbst genießt die Kölnerin. „Viele Gäste kommen wegen der Bauernherbstes auf den Berghof. Sie gehen zum HeuArtfest, zur Almroas und zu festlichen Almabtrieben“, erzählt Christiane Quehenberger.

www.wildau.at

Voriger Beitrag

Seilbahntechnik, eine einzigarti … »

Nächster Beitrag

Temperamentvolle Fohlen, sanftm … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

mit Facebook kommentieren

Kommentare

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen