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Projekt Ingeborg – Handy auflegen und loslesen!

In der Stadt Salzburg ist das Füttern der Leseratten mit regionaler Literatur ausdrücklich erwünscht! Das Netzkulturprojekt „Projekt Ingeborg“ versorgt Vielleser an zahlreichen vielfrequentierten Orten der Stadt mit  hochqualitativem Lesestoff von historischen oder aktuellen Autoren aus dem SalzburgerLand.

Projekt Ingeborg
Ingeborg Bachmann war eine österreichische Schriftstellerin und gilt bis heute als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts und der jährlich verliehene, renommierte Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis ehrt deutschsprachige Literaten.

Von Ingeborg Bachmann also leitet sich der Name des Projekts für  junge digitale Literatur im öffentlichen Raum ab. Das in Klagenfurt – der Heimat von Ingeborg Bachmann – von Bruno Hautzenberger und Georg Holzer entwickelte Projekt ist seit März 2014 auch in Salzburg er-les-bar. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der heimischen Literatur zu unterstützen und regionalen jungen Schriftstellern eine Plattform für ihre Werke zu schaffen. Die seit 2001 bestehende Datenbank www.literaturnetz.at erhält dadurch die Möglichkeit, Literatur im öffentlichen Raum zugänglich zu machen.

Georg Holzer und Bruno Hautzenberger, die Initiatoren des Projekts. Auflegen und loslesen Foto: pingeb.org

Georg Holzer und Bruno Hautzenberger, die Initiatoren des Projekts. Auflegen und loslesen Foto: pingeb.org

Auflegen und loslesen!
Sie springen förmlich ins Auge, die gelb-schwarzen Sticker und Plakate, die an über 70 Stellen in der Stadt Salzburg angebracht sind. Durch „Near Field Communication“ – kurz NFC – erfolgt eine berührungslose Interaktion zwischen Mobiltelefon und den QR-Codes oder NFC-Tags.

sticker-sbg

So sehen die Sticker aus. Foto: pingeb.org

Hat man also einen der Sticker lokalisiert, scannt das iPhone mittels der pingeb.org-App den QR-Code (Androidhandys werden einfach auf das schwarze X gelegt um den NFC-Tag zu scannen) und schon wird der aktuelle Lesestoff mit Hintergrundinformationen zum Autor aufs Mobiltelefon geladen.  „Diese E-Books sind alleinig über das Scannen am Handy verfügbar und soll den Spaß an der Entdeckung von Kunst im öffentlichen Raum fördern und die Wertschätzung des Werks erhöhen“, erklärt Georg Holzer, einer der beiden Initiatoren des Projekts.

Die Karte zeigt die aktuellen Standorte der Sticker.

Die Karte zeigt die aktuellen Standorte der Sticker.

Gestartet wurde diese innovative Literaturoffensive mit der aktuellen Gewinnerin des Rauriser Förderpreises – Renate Aichinger und ihrem Text „amaurose”, sowie den “Salzburger Gedichten” von Georg Trakl, anlässlich seines 100sten Todestages. Alle zwei Wochen werden neue Autorinnen und Autoren vorgestellt. Während der Rauriser Literaturtage wurden auch dort die ersten Sticker angebracht und kontinuierlich sollen Leseratten im gesamten SalzburgerLand „ihr Futter“ via Handy abrufen können.

Auf der Pingeb.Org-Karte sieht man im Netz alle Orte, an denen sich Literaturentdeckungen von salzburg.pingeb.org verstecken. Manche Kartenmarker haben auch Fotos, um die Sticker noch leichter entdecken zu können. Wie intensiv das Projekt nach der kurzen Zeit der Einführung bereits genutzt wird, erkennt man beim Betrachten der „Heatmap“ auf der Webseite: In Echtzeit blinken die Orte, an den Lesestoff geladen wurde. So wird auch das Warten auf den Bus zum echten literarischen Genuss!

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