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Seilbahntechnik, eine einzigartige Lehre in Hallein

Seit 2009 gibt es in der Landesberufschule Hallein den Lehrberuf Seilbahntechnik. Bis dorthin war es ein mühsamer Weg. Lange Zeit wurde für die Berufsanerkennung der Seilbahnerinnen und Seilbahner gekämpft. Es gab auf der einen Seite sozialrechtliche Probleme und andererseits stellte die zügige technische Entwicklung für die Lehrlinge eine große Herausforderung dar.

Heutige Seilbahnanlagen sind komplexe hochtechnische Anlagen, die aus Sicherheitsgründen nur von qualifiziertem Personal bedient und gewartet werden sollten. Der braungebrannte sogenannte Liftler, der nur den Bügel reicht, gehört somit der Vergangenheit an.

Seilbahntechnik ist die Lehre mit der größten Bandbreite an Wissensvermittlung an der LBS Hallein. Die Ausbildung beinhaltet maschinenbauliche Grundlagen, Mechanik, Physik, Elektrotechnik, Elektronik, Pneumatik, Hydraulik, Automatisation, Werkstoffprüfung, Zerspanungstechnik, Schweißtechnik und natürlich die gesamte Seilbahntechnik, beginnend vom Seil bis zu den unterschiedlichsten Seilbahnanlagen. Mit dieser Ausbildung sind die neuen Seilbahntechniker fertige Maschinisten. Die Absolventen können in der Folge der 3 1/2 jährigen Lehre die Betriebsleiterprüfung machen sowie eine anschließende Ausbildung zum Ingenieur an der HTL in Hallein. Des Weiteren gibt es noch eine Menge an zusätzlichen Ausbildungen, die die Berufsaussichten erheblich erweitern.

Die österreichische Seilbahnbranche hat in den letzten 50 Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht. Die Anzahl der Anlagen stieg seit 1950 auf das Achtfache an. Die Skigebiete/-regionen des SalzburgerLandes schneiden im nationalen wie auch internationalen Wettbewerb mit modernsten Seilbahn- und Liftanlagen sowie einer ca. 80%igen technischen Beschneiung der rd. 2000 km Skipisten hervorragend ab. Dies wird auch Jahr für Jahr durch Auszeichnungen einzelner Skigebiete bestätigt. Die Seilbahnen im Land Salzburg beschäftigen ganzjährig rd. 2.000 Mitarbeiter, in der Wintersaison sind bis zu 4.500 Mitarbeiter beschäftigt. In den schwachen Monaten gibt es natürlich auch genügend zu tun. Es werden Revisionsarbeiten durchgeführt, neue Seilbahnanlagen sowie Beschneiungsanlagen gebaut bzw. bestehende Anlagen gewartet, repariert und modernisiert.

 

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