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Silberbergwerk Ramingstein

Ursprünglich belassene Stollen in Ramingstein

Seit 1990, also seit über 25 Jahren, werden im Silberbergwerk in Ramingstein im Lungau Führungen angeboten. Über 200 Jahre ist es her, dass hier tatsächlich Silber gefunden und abgebaut wurde. Es ist ein erhabenes Erlebnis, in die Tiefen der völlig ursprünglich belassenen Stollen einzutauchen.

Infos zum Silberabbau

Bevor es losgeht, gibt es eine kleine Einführung in die Mineral- und Silberkunde. Welche Minerale finden sich im Berg und um das Bergwerk und wie genau funktionierte der Silberabbau? Auf jeden Fall, so erfahren wir, war es ein Knochenjob für die Bergknappen, von Hand die Erze im Berg abzubauen und anschließend aus den Stollen herauszubefördern.

Kühlschrank-Temperatur im Bergwerk:

Zum Beginn der Tour werden wir alle mit Schutzkleidung ausgestattet: gelbe Bergmannsjacken, Helme, Taschenlampen. Bei über 30°C in der Sonne werden wir darauf hingewiesen, unbedingt lange Hosen, Pullover und warme Jacken, darunterzuziehen. Im Bergwerk hat es das ganze Jahr über Kühlschrank-Temperatur: 8°C. Schon bei den ersten Schritten im Berg wird klar, dass es Sinn macht, die Empfehlungen zu beachten. Es ist kalt, nass und finster – und unglaublich ursprünglich und aufregend.

Der Weg durch die Stollen führt über schmale Holzplanken, die die Füße vor dem herabströmenden Wasser aus der Corneliaquelle, die ein übereifriger Bergmann vor vielen Jahren angebohrt hat, schützen. Immer wieder weist unsere Bergwerksführerin auf niedrige Stellen hin: „Kopf einziehen“ lautet die Devise.

Karbidlampen

Einzig die Führerin ist mit einer Karbidlampe ausgestattet, deren heller Schein uns die Richtung weist. Wir anderen beleuchten den Weg vor unseren Füßen mit den ausgegeben Taschenlampen. Eine ganz eigene Stimmung entsteht. Es ist leicht, sich vorzustellen, wie die Bergleute hier früher in die Finsternis eintauchten. Mitunter kam es schon vor, dass die damals gebrächlichen Kienspäne erloschen und die Bergknappen stundenlang in absoluter Finsternis auf Erlösung warteten.

Unsere Führerin demonstriert uns, wie Karbidlampen funktionieren. Dafür löschen wir unsere Taschenlampen und lassen die Finsternis noch einmal wirken, bevor sie ein kleines Karbidbröckchen ins vorbeiplätschernde Wasser wirft. Wussten Sie, dass Karbid nur durch Wasser brennt?

Sehenswürdigkeiten und Service

Wir sehen alte Trittbäume, einen Grubenhunt, Deckenbefestigungen, Vermessungspunkte, Höhlen, Geröllhalden und mehrere Stellen, an denen früher Feuer versetzt wurde. Bevor wir die Runde zu Ende gehen, bekommen wir in der Knappenstube sogar eine kleine Stärkung angeboten: „Bergmannslimo“ für die Kleinen, richtige „ Medizin“, also ein Schnapserl, für die Großen.

Empfehlenswertes

Die jüngste Teilnehmerin an der Tour ist meine kleine Tochter. Sie ist gerade 4 Jahre alt geworden und braucht den ganzen Weg über Hand und Hilfe. Die 6-Jährige genießt das Höhlenforschen schon problemlos alleine. Trittsicherheit und wasserfeste Schuhe sind empfehlenswert.

Es ist ein großartiges Erlebnis für die ganze Familie. Die lehrreiche Führung versetzt die Teilnehmer zurück in die Zeit, als der Silberbergbau in Ramingstein noch mühsam von Hand betrieben wurde.

Also, warm anziehen und „Glück Auf!“ im Abenteuer Silberbergwerk!

Wer lieber über Tage bleibt, kann das Familienprogramm „Was glitzert und glänzt denn da?“ besuchen. Hierbei geht es um den Eisenabbau in Kendlbruck mit Metallbarrengießen und Erzwaschen.

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