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Spuren der Zeit – die Erzwege Ramingstein

Haben Sie Lust, einmal auf den Spuren des Bergbaus durch die herrliche Landschaft des Lungaus zu wandern und dabei noch allerlei Interessantes zu entdecken und zu erfahren? Dann sind die Erzwege ‚Altenberg‘, ‚Dürnrain‘ und ‚Kendlbruck‘, in der malerischen Gemeinde Ramingstein genau das Richtige für Sie. 

Noch vor wenigen hundert Jahren war in der Gemeinde Ramingstein ganz leise das Geräusch von Spitzhacken und Schaufeln aus dem Gebirge zu vernehmen. Die Ortschaft, die im Jahr 1139 erstmals urkundlich erwähnt wurde, war vom 15. – Ende des 18. Jahrhunderts für seinen Bergbau bekannt. Im Schatten der Burg Finstergrün, im Südosten des Salzburger Landes im Lungau, wurden wertvolle Erze wie Marmor, Blei und Silber von den „Kumpels“ zu Tage getragen. Im Laufe der Zeit verwilderten die Transportwege, die die Erze ins Tal hinab führten.  Diese Wege, „Altenberg“, „Dürnrain“ und „Kendlbruck, verloren ihre Bedeutung für die Region und gerieten in Vergessenheit. In den letzten Jahren wurden nun diese Wege wieder begehbar gemacht und mit über 40 Schautafeln versehen, die das Leben der Knappen und deren Arbeitsweise ausführlich beschreiben.

Auf den Wegen kommt man immer wieder an Spuren aus der Vergangenheit vorbei

Auf den Wegen kommt man immer wieder an Spuren aus der Vergangenheit vorbei

Nachdem die Minen im Lungau geschlossen wurden, verloren die Erzwege ihre Bedeutung und wurden vergessen. Seit kurzer Zeit jedoch erkannte man den historischen Wert dieser Wege und legt sie neu an, um wanderlustigen Besuchern die Möglichkeit zu bieten, die Erzwege selbst erkunden zu können. Der Weg „Altenberg“ beginnt direkt in Ramingstein, von wo Sie die dreistündige Wanderung entlang der atemberaubenden Felsenpromenade führt. Über den „Kirchensteig“ erreichen Sie am Ende Ihrer Reise den stillgelegten Marmorsteinbruch, wo nun ein wunderschönes Biotop angelegt wurde. Ruhen Sie hier Ihre Beine aus und nehmen Sie an der kreativen Betätigung mit Hammer und Meißel teil. Danach führt Sie der Weg über den Steinbruch bis hin zum Bergbaurevier Altenberg, vorbei am alten Silberbergwerk und zurück zum Ausgangspunkt Ihrer Reise. Der zweite Erzweg, ‚Dürnrain‘, steht ganz im Sinne der sozialen Aspekte des Bergmannslebens. Auch hier beginnen Sie in Ramingstein und folgen dem Weg vorbei an der beeindruckenden Festung aus Stein, Burg Finstergrün, über die Burgpromenade zu Stollen und Halden des Abbaureviers. Dieser Erzweg ermöglicht Ihnen eine Reise durch die Zeit, während der Sie Spuren der alten Abbauarbeiten vorfinden werden.

‚Kendlbruck‘ ist der letzte der drei Erzwege und beginnt am Erlebnisspielplatz Kendlbruck. Dort befindet sich der imposante Nachbau des alten Pochwerkes, wo Gesteine zermahlen wurden. Der Weg schlängelt sich hinab in den Mühlbachgraben, von wo aus man an der historischen Schmelzhüttenanlage ‚Hochofen Kendlbruck‘ vorbeikommt.  Auf dieser Route verweilen Sie eine Stunde, wodurch sich dieser Weg hervorragend für die ganze Familie eignet. 

Ein unheimlicher Gedanke, sich mitten im Berg zu befinden

Ein unheimlicher Gedanke, sich mitten im Berg zu befinden – trotzdem ist ein einfach toll!

Glück auf – heißt es dann, wenn Sie sich in das Herz des Berges wagen und das Schaubergwerk besuchen. Tauchen Sie ein in das Abenteuer und erfahren Sie mehr über die Geschichte des Lungaus und der Menschen, die hier lebten. Die Führungsstrecke führt durch das „Altenbergrevier“ und ermöglicht Ihnen einen spektakulären Einblick in das Leben der Bergleute vor 200 Jahren. Die schmalen Stollen öffnen Ihnen hier ein Fenster durch die Zeit. Sie müssen nur noch durchblicken…

Alles Informationen finden Sie hier

PS: Kennen Sie auch Wege im SalzburgerLand, die schon fast in Vergessenheit geraten sind, die es aber wert sind, ‚wieder’entdeckt zu werden? Dann würden wir uns über Ihre Tipps in den Kommentaren freuen. 

Der Smaragdweg im Habachtal bei Bramberg.

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