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Surfen im Winter im SalzburgerLand

Zugegeben, kalt ist es schon. Ich stehe am Ufer des Wallersees und friere mir gerade meine Hände ab. Was heißt hier die Hände? Von der kleinen Zehe bis in die Ohrenspitze tun sich erste Gefühlsstörungen auf. Kein Wunder bei 0 Grad und orkanartige Böen. Aber ich versuche positiv zu denken und schaue hinaus auf das Wasser, wo ein einsamer Windsurfer seine Kreise zieht. „Morgen kommt Wind, magst du mitfahren“, hat mich Horst noch vor 24 Stunden gefragt. Ich konnte nicht absagen, zu groß war die Neugier. Windsurfen im Dezember? Das musste ich mir live vor Ort ansehen. Mit einem dicken Neoprenanzug, Haube, Handschuhe und Schuhe lässt sich diese Tortour anscheinend aushalten. Zumindest hat mir Horst das erklärt. Er ist schon seit Jahren auf den Seen im SalzburgerLand unterwegs. Sommer wie Winter, bleibt er seiner Heimat treu.

Wenn man sich mit den Windsystemen gut auskennt, dann kann man schon mindestens einmal die Woche auf das Wasser. Aber dafür braucht man natürlich Zeit. Auch im Winter. Er fährt bis in die Mitte des Sees, springt und dreht gleichzeitig das Brett in der Luft um 180 Grad. Spielerisch sieht das Ganze aus und wenn man die schneebedeckten Wiesen und Bäume rundherum ausblendet, könnte man glauben, es wäre Sommer. Der Wind wird wieder stärker und Horst fegt über den See wie ein Schnellboot. „Normalerweise sind wir mehr Windsurfer“, erklärt das Mitglied der Lakesurfers. Aber unter der Woche müssen die meisten arbeiten. Horst ist Postbote und kann meist ab dem frühen Nachmittag an den See fahren.

Nach einer Stunde spüre ich meine Finger nicht mehr, Horst ist noch immer am Wasser und wirbelt einen Trick nach dem anderen über das kalte Nass. Inzwischen haben die ersten Schneeschauer eingesetzt und die Dämmerung bricht ein. Schließlich hat auch er genug und gleitet Richtung Ufer. Jetzt wird es auch für ihn zu kalt. Das war wahrscheinlich der letzte Einsatz für heuer. Der Winter kommt jetzt erst so richtig in Gang.  „Wenn der See zugefroren ist, dann haben auch wir Pause“, erklärt er. Und was dann? „Dann gehe ich Snowkiten“, meint er schmunzelnd.

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