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Über 150 Jahre Zuckerlgeschichte bei Holzermayr

Salzburgs ältestes Zuckerlgeschäft findet man am Alten Markt. Man taucht hier in eine liebevoll gestaltete Welt aus dem vorigen Jahrhundert, mit einem Sortiment, das Kindheitserinnerungen wieder aufleben lässt.
Die Geschichte des Unternehmens begann 1865. Der Sohn des Hauses, Josef Holzermayr zog mit seinen begehrten Confiseriewagen an Kirchweihtagen mit einem Handkarren durch Werfen, verkaufte auch an den Hof von Erzherzog Franz Ferdinand und an die Burg Hohenwerfen.

Echte Mozartkugel
1913 wurde der Kleine Laden am Alten Markt eröffnet, den sein Sohn Rudolf noch im gleichen Jahr übernahm. Kakao galt damals als Rarität und wurde in ausgesuchten Köstlichkeiten, u.a. der Mozartkugel verarbeitet. Nougatkern, Pistazienmarzipan und Bitterschokolademantel. Man nannte sie die „echte Salzburger Mozartkugel“ und sie wurde schon damals im Silberstanniolpapier (wie heute) an Tourismusbetriebe von OÖ bis ins gesamte Salzburgerland verkauft.  In den Holzermayr-Mozartkugeln ist übrigens kein Alkohol enthalten. Eine Tatsache, die den Verkauf bei muslimischen Kunden ankurbelt. Auch das Saudi Arabische Königshaus kauft bei ihr ein.

Zuckerlverkauf in vierter Generation
Heute leitet Gabriele Truschner-Rossmann in vierter Generation den Betrieb und wer den Zuckerlladen betritt, merkt sofort, mit welcher Leidenschaft hier gearbeitet wird. Pralinen und frische Schokolade werden größtenteils selbst erzeugt. Handgeschöpfte Frischschokolade schmekt man, wird beim ersten Biss klar. In die dunkle oder helle Schokolade werden z.B. karamellisierte Mandeln oder Nüsse eingearbeitet. Stolz ist die Chefin auch auf ihr persönlich aus Frankreich  importiertes Schokoladeangebot. Chocolat Bonnat kommt ohne Soja und ohne künstliche Konservierungsstoffe aus.

Schokokrampusse
Zu Ostern oder Weihnachten läuft man zu Höchstform auf. Da sind in 36 Körben Schokoladefiguren in je vier Sorten. Was man hier nicht findet, gibt es einfach nicht. Auch handgemachte Nikoläuse und Krampusse sind ein Renner. Holzermayr hat 7 Tage die Woche geöffnet. Das Originalportal aus der Ceconi-Ära ist erhalten. Ebenso sind die Jugendstillampen noch original. Das soll auch so bleiben. Der Charme des vorigen Jahrhunderts ist mit ein Grund, warum der Shop etwas Besonders ist und die alten Waagen sind nicht nur Deko, sondern funktionieren und werden für die Abwaage der Pralinen auch verwendet. Hauptsächlich kommen Touristen, die in den verschiedensten Sprachen bedient werden. „Eine unserer Mitarbeiterin kann in 10 Sprachen die Artikel verkaufen.“, erzählt die Chefin, die selbst auch immer wieder Schokolade und Karamellen probiert und aus dem Schwärmen gar nicht herauskommt.

Kindereck
Ihre Liebe zu den Produkten merkt man auch im Kindereck, wo vom Schokoauto bis zum Schokokäfer kein Wunsch unerfüllt bleibt.

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