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Wüdara und Edelweiss ein Partyspaß der Gegensätze

Salzburg lebt sein Trachtenimage auch in der Faschingszeit. Trachtenbälle haben Hochkonjunktur, das Edelweißkränzchen ist das bekannteste und kultigste. Hier ist ein Trachtenoutfit im klassischen Sinn Pflicht.
Das Edelweißkränzchen ist eine Veranstaltung des Edelweiß Clubs, der vor über 130 Jahren gegründet wurde. Beim Ball werden gemeinsam Volkstänze gelernt. Karten für den Traditionsball sind rar und meist frühzeitig ausverkauft.
Gegensatz beim Wüdara
Das Wüdara ist der Gegenpol und mehr ein Gschnas. Ursprünglich waren trachtige Themen im Vordergrund wie Wüdara goes Couture oder Wüdara goes Reeperbahn oder auch manchmal nur „Einfach Wüdara“. In den letzten Jahren fand man nur noch vereinzelte Trachtenaccessoires, die an die Wüdara erinnern. 2013 war die Alte Brotfabrik Location für Wüdara goes Zirkus und nur wenige erinnerten sich der Wüdara Herkunft in ihren Masken. Der Zirkus hatte eindeutig die Oberhand gewonnen. Entstanden ist das Wüdara aus einem privaten Gschnas des Bentclubs, ein Pfeifenraucherclub, den die Wüdara Urväter Erich Holzmann und Herbert Eder gegründet hatten.
Tracht war Pflicht
Um der Verkleidungsscheu der Salzburger vorzubeugen, war  zumindest Tracht vorgegeben. Das Fest, das anfangs im Urbankeller, dann in St Peter, weiter im Stieglkeller der Festungsgasse gefeiert wurde bekam eine Eigendynamik und wuchs über die räumlichen Möglichkeiten hinaus. Die Wüdara trieben es in ihren Verkleidungen immer wilder – die Locations wurden immer größer und einzigartiger, wie z.B. die Alte Panzerhalle oder der aufgelassene Baumaxx. Die Themen wurden internationaler. Wüdara goes Extravaganza, Wüdara goes Hollywood oder auch mal wieder heimisch: Wüdara goes Lustschloss mit einem Partyzelt in Klessheim.
Die Organisation ist mittlerweile teilweise in den Händen der jüngeren Generation, die im Sommer zur Wüdara Jagd einladen und mit einem Vorverkaufsfest die Kartennachfrage in den Griff bekommen wollen. Zum Wüdara muss man eingeladen werden, um eine Karte kaufen zu dürfen. Mit ein Grund, den Kultcharakter am Leben zu erhalten. Fakt ist dennoch: Im Salzburger Faschingstreiben gibt es kein wichtigeres Gschnas. Hier ist Dabeisein einfach alles.

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